{"id":8750,"date":"2017-01-10T10:54:58","date_gmt":"2017-01-10T09:54:58","guid":{"rendered":"http:\/\/joachim-ortner.net\/viewju\/?p=8750"},"modified":"2021-01-18T14:03:27","modified_gmt":"2021-01-18T13:03:27","slug":"vietnam-phu-cuoq-wo-der-pfeffer-waechst-und-die-fischsauce-raeuber-lauern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/joachim-ortner.net\/viewju\/vietnam-phu-cuoq-wo-der-pfeffer-waechst-und-die-fischsauce-raeuber-lauern\/","title":{"rendered":"Vietnam: Phu Cuoq &#8211; wo der Pfeffer w\u00e4chst und die Fischsauce-R\u00e4uber lauern"},"content":{"rendered":"<p>2.1. &#8211; 9.1.2017<\/p>\n<p>Gleich vorweg &#8211; Phu Quoc ist super und total entspannend.<br \/>\nAuch einige Hindernisse konnten uns nicht in unserer Entspannung st\u00f6ren. Schon die Anreise von Malaysia war etwas holprig, da Air Asia auf Vollbesch\u00e4ftigung abzielt und f\u00fcr jeden Handgriff einen eigenen Self-Service-Schalter, allerdings mit Personal zur Hilfe (dringend notwendig!) hatte. Zuerst mal zurechtfinden und Angestellte befragen. Dann zuerst die Boardkarte an einem, dann die Gep\u00e4cksschleife an einem anderen Terminal ausdrucken, mit dieser in der Hand wieder neu anstellen am Check-in Schalter, wo diese Schleife dann erst wieder von einem Mitarbeiter am Koffer angebracht wurde. Sinn? Keiner ersichtlich \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Auch unser Guesthouse Sirena Resort hatte einige \u00dcberraschungen f\u00fcr uns bereit.<br \/>\nWir haben recht lange nach einer geeigneten Unterkunft auf Phu Quoc gesucht und uns dann f\u00fcr das kleine Guesthouse mit nur 9 Zimmern in einem wunderh\u00fcbschen Garten entschieden.<br \/>\nZwar nicht direkt am Strand gelegen, dieser war mit einem kurzen Fu\u00dfweg durch ein Nachbar-Resort in 5 Minuten erreichbar. Daf\u00fcr war es aber im Vergleich unschlagbar g\u00fcnstig und hatte gute Kritiken.<\/p>\n<p>Bei unserer Ankunft war nur das Familienzimmer frei &#8211; so besiedelten wir zufrieden ein gro\u00dfes Zimmer mit zwei Doppelbetten.<\/p>\n<p>Als wir rein gingen, roch es zwar ein bissl seltsam, das nahmen wir aber nicht so ernst, sondern weihten erstmal das eben erst er\u00f6ffnete, zum Resort geh\u00f6rige, Restaurant ein.<\/p>\n<p>Das war ein Erlebnis:<br \/>\nKellner &#8211; null Sprachkenntnisse &#8211; schon die Bestellung des Bieres war eine Herausforderung.<br \/>\nKoch &#8211; falls es \u00fcberhaupt einen solchen gab &#8211; offenbar null Kochkenntnisse. Nicht mal der Reis war gelungen, sondern zu wenig lang gekocht. \u00dcber die anderen Gerichte sei der Mantel des Schweigens geh\u00fcllt.<\/p>\n<p>Die junge &#8222;Managerin&#8220; f\u00fcr alles (Restaurant, Rezeption, Maintainance usw.) entschuldgte sich st\u00e4ndig. &#8222;Gerade erst er\u00f6ffnet und ich habe kein Personal&#8220;: Sie sei sooo dankbar f\u00fcr jede Kritik, denn sie m\u00fcssten noch lernen. Das ist ja sehr lobenswert &#8211; Joachim hat sogar kurz dar\u00fcber nachgedacht, sich der Aufgabe zu stellen, das Restaurant auf Vordermann zu bringen.<br \/>\nAngesichts der Gr\u00f6\u00dfe der Herausforderung, entschieden wir uns dann doch lieber, im Gesch\u00e4ft nebenan zum Abendessen Chips und Bier zu kaufen.<\/p>\n<p>Nachdem wir das Risiko einer Lebensmittelvergiftung erfolgreich abwehren konnten, stellten wir in der Nacht fest, dass ein l\u00e4ngerfristiger Aufenthalt in unserem Zimmer ebenfalls ein Gesundheitsrisiko darstellen k\u00f6nnte. Der leichte Mief beim Einzug manifestierte sich \u00fcber Nacht zu einem regelrecht stechenden Geruch, dass sofort klar war: Hier kann man nicht bleiben.<br \/>\nDie Managerin &#8211; stets um L\u00f6sungen bem\u00fcht &#8211; hat uns dann in ein anderes &#8211; wohlriechendes &#8211; Zimmer umgesiedelt. Und wir sind dann geblieben. Denn Phu Quoc ist total entspannend!<\/p>\n<p>ngg_shortcode_0_placeholderUnd die Tage im Sirena waren soooo abwechslungsreich.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Tag lie\u00df sich die Klimaanlage nicht mehr ausschalten. Au\u00dfer durch Abstellen des gesamten Stroms im Zimmer.<br \/>\nTags darauf kam aus dem Warmwasser-Hahn kein Tropfen mehr heraus.<br \/>\nDaf\u00fcr war am n\u00e4chsten Tag, nachdem Uschi ihre Haare gewaschen hatte (OK, Uschi hat viele Haare und sie braucht viel Wasser), das gesamte Bad l\u00e4ngerfristig ca. 5 cm unter Wasser.<\/p>\n<p>Es war also immer was los &#8211; aber das hat uns irgendwie nie besonders aufgeregt, denn: Phu Quoc ist super und total entspannend! \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Das liegt vor allem am wundersch\u00f6nen Palmenstrand, wo man direkt am Meer mit den F\u00fc\u00dfen im Sand sitzen kann. Unser Lieblings-Strand-Lokal war schnell gefunden und gleich daneben gab es Liegebetten und Sonnenschirme zu mieten. Dass wir jeden Tag ca. 1 km am Strand entlang latschen mussten, um dort hin zu kommen, hat uns auch nicht gest\u00f6rt..<\/p>\n<p>..Phu Quoc ist n\u00e4mlich total entspannend!<\/p>\n<p>ngg_shortcode_1_placeholderBei Essen gibt es auf der Insel noch Luft nach oben.<br \/>\nEs gibt Fisch vom Feinsten &#8211; frisch und im \u00dcberfluss. Die H\u00e4lfte der 170.000 Einwohner soll vom Fischfang leben. Und jeder, der einen Griller hat (oder so etwas \u00e4hnliches), macht aus den Fischen &#8222;BBQ&#8220;.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_2_placeholderEntweder mit Knoblauch gew\u00fcrzt oder der Fisch wird in Alufolie gewickelt und auf dem Rost gegart (im eigenenen Saft mit zb. Ingwer und frischen Rispen vom Insel-Pfeffer). Alle Lokale scheinen das auf die selbe Art zu machen.<br \/>\nAlles durchaus ok und genie\u00dfbar, doch der fantasievolle Hobbykoch, der wei\u00df, was man dieser tollen Fisch-Qualit\u00e4t anfangen k\u00f6nnte, der leidet im Stillen.<\/p>\n<p>Wie in vielen Bereichen hat auch da Phu Quoc echten Aufholbedarf &#8211; aber vielleicht macht gerade das die Insel so charmant. Und entspannt.<\/p>\n<p>Bei einer Inselrundfahrt der tiefsten touristischen Art hatten wir die M\u00f6glichkeit alles zu besichtigen und einzukaufen, was die Insel zu bieten hat.<\/p>\n<p>Perlenzucht, Bienenfarm, Fischsauce-Fabrik (olfaktorisches Highlight), Pfeffer-Plantage, Myrtle-Wein-Erzeugung auf der Produktionsseite.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_3_placeholderPagode, nachgebaute Vietnam-Kriegsgef\u00e4ngisse (samt Insassen als Kunststofffiguren darin..) und Fischerdorf auf der Besichtigungsseite.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_4_placeholderMittagspause mit Lunch war im Ausflugspaket dabei &#8211; unter anderen Gerichten mit einem vietnamesischen Hot-Pot (also quasi ein Suppen-Fondue) mit Aal, was wir so auch nie bestellt h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Das Restaurant befand sich am wundersch\u00f6nen Bai Sao &#8211; Beach &#8211; was soll man sagen: Wei\u00dfer Sand, blaues Meer &#8211; Phu Quoc ist super und total entspannend. Und auch die spezielle Phu-Cuoq&#8217;sche Hunderasse (2 f\u00e4rbiges Fell, aufgestellte Haare auf der Wirbels\u00e4ule) sieht es sehr entspannt&#8230;<\/p>\n<p>ngg_shortcode_5_placeholderAus dem beschaulichen Phu Quoc wird in den n\u00e4chsten Jahren eine Ferieninsel nach thail\u00e4ndischem Vorbild werden. Noch wird gebaut wie wild, aber eine Ladyboy-Nixe als kleines Indiz Richtung Thailand, haben wir bereits gesichtet.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_6_placeholderAuch die Abreise hatte was Besonderes zu bieten: Die Taxifahrerin, mit einem kleinen KIA Piccanto ausger\u00fcstet, fuhr gleichmal beim Umdrehen mit Schwung in die M\u00fclltonne, beim Hin- und Her-Reversieren noch ein, zwei mal mehr und versuchte unsere gro\u00dfe Tasche vergeblich in den kleinen Kofferraum zu stopfen. Wir haben dann ein anderes Taxi geordert. Bei aller Entspanntheit &#8211; das war dann doch zu viel des Guten \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Mit dem neuen Taxi sicher am Flughafen gelandet, mussten wir ein letztes Hindernis bew\u00e4ltigen, jedoch dieses mal eine Niederlage einstecken und schlussendlich noch eine Flughafenangestellte verwirren.<\/p>\n<p>Bei der Besichtigung der Fischsauce-Fabrik haben wir nat\u00fcrlich eingekauft, denn die dort produzierte Fisch-Sauce ist von exzellenter Qualit\u00e4t. Kaum fischig, aber ein Aroma und eine W\u00fcrzintensit\u00e4t&#8230; herrlich.<br \/>\n3 Fl\u00e4schen wanderten als Geschenk f\u00fcr die kochenden &#8222;Kinder&#8220; und zur Eigennutzung in unseren Koffer. Also Uschis Koffer genaugenommen. Perfekt verpackt, foliert, kein Problem.<\/p>\n<p>Leider offenbar doch, denn kurz nach der Gep\u00e4ckaufgabe, wurde auch schon Uschis Namen freundlich aufgerufen, sie solle sich bei der Gep\u00e4ck-Kontrolle melden. Es g\u00e4be ein Problem.<\/p>\n<p>Das Problem war &#8230; \u00dcberraschung ist&#8217;s fast keine mehr &#8211; die Fischsauce. Die Richtlinen des Fughafens und der Airline verbieten die Mitnahme von Fischsauce.<\/p>\n<p>Alle unsere \u00dcberzeugungsk\u00fcnste konnten den Beamten nicht umstimmen, er sagte: &#8222;wegschmeissen&#8220;. Kurz haben wir \u00fcber Bestechung nachgedacht &#8211; andererseits: wir haben ja auf der Insel ein Gef\u00e4ngnis besichtigt&#8230;<\/p>\n<p>Aber: Fischsauce in Hochqualit\u00e4t, die sich die Vietnamesen f\u00fcr den Eigenbedarf nicht leisten, wegschmeissen? Geht gar nicht. Daher mit den drei Fl\u00e4schen zur gegen\u00fcberliegenden Drogerie und die verwunderte Angestellte mit diesen beschenkt.<\/p>\n<p>Tja, was soll man sagen? Phu Quoc ist super und entspannend.<\/p>\n<p>Aber wir kommen bestimmt nicht wieder, um Fischsauce zu kaufen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2.1. &#8211; 9.1.2017 Gleich vorweg &#8211; Phu Quoc ist super und total entspannend. Auch einige Hindernisse konnten uns nicht in unserer Entspannung st\u00f6ren. 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